Da sprach Adonai zu Abraham: „Geh los! Weg aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft, aus deinem Elternhaus in das Land, das ich dich sehen lasse…In dir sollen sich segnen lassen alle Völker der Erde. (Gen. 12, 1.3, Übersetzung: Bibel in gerechter Sprache)
Aufbruch, Abschied von bisherigen Gewohnheiten, von manchen Zwängen und schwierigen Aufgaben des Alltags, Neues entdecken, sich ganz einfach seines Lebens freuen dürfen – Menschen reisen gerne. Befragungen im Bereich Tourismus ergaben, es geht um´s Erleben: Neues erleben (Exploratives Erleben), die Natur erleben (Biotisches Erleben), Geselligkeit, Kontakte (Soziales Erleben) und um Steigerung des Lebensgefühls (Optimierendes Erleben). Jede Reise spiegelt etwas von der Sehnsucht nach freiem Leben. Die Romantik seit Novalis kennt das Symbol der blauen Blume. Sie steht für Sehnsucht, Liebe, die Sehnsucht nach der Ferne, das Streben nach dem Unendlichen. „Wir wollen zu Land ausfahren…und wer die blaue Blume finden will, der muss ein Wandervogel sein“, dichtete Hjalmar Kutzleb (1885 – 1959), und so sang die bündische Jugend. Im Widerspruch zu Prunk, Luxus, Macht und Ehrgeiz liegt das Glück im einfachen Leben. „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ dichtete Julius Rodenberg (eigentlich J. Levy, 1831 - 1914), so ist der Ton vieler Volkslieder.




»Die Umkehr, zu der die christliche Gemeinde durch Gottes Wort täglich gerufen ist, umfasst auch die Abkehr von ihrer Einbindung in das herrschende Privilegiensystem und ihren tätigen Einsatz für gerechtere, also nicht mehr durch gesellschaftliche Privilegien bestimmte Gesellschaftsstrukturen.«